Im August 2006 startet die sechste "LPK" am Helmholtz-Gymnasium.
Leistungsprofilklassen, oft auch Schnellläuferklassen genannt, beginnen in Klassenstufe 5, überspringen die Klassenstufe 8 und machen das Abitur nach 12 Jahren. In den Klassen 5 bis 10 folgen sie einer vorgegebenen Stundentafel, nach der 10. Klasse (= Sekundarstufe II) reihen die Schüler sich wie alle anderen auch in das Kurssystem ein.
Leistungsprofilklassen dienen der Schulzeitverkürzung, aus der Sicht des Ministeriums sind sie nur am Rande ein Instrumentarium der Begabtenförderung.
Eltern von LPK-Schülern wollen ihren Kindern Lebenschancen eröffnen. Sie erkannten, dass ihre Kinder nicht mehr hinreichend gefördert wurden, sich langweilten, weitergehende Interessen als die Mitschüler hatten. LPK-Schüler sind leistungsstark, motiviert, haben Lust am Lernen – aber die wenigsten sind kleine Genies.
Da die Stundentafel wenig Möglichkeiten der Begabungsförderung bietet, hat die Schule in den letzten Jahren das Ihre getan. In den Klassen 5 und 6 gibt es eine Mathe-Knobel-AG. Ab Klasse 7 hat die Schule ein aufeinander aufbauendes Förderprogramm für die Naturwissenschaften und Mathematik errichtet. Schon in der 5. Klasse wird die Arbeit mit dem Computer in einer sogenannten M.a.u.S.-Stunde in Mathematik geübt, dann folgt das Angebot eines Schreibmaschinen-Tastaturlehrgangs. Im fakultativen Angebot "Geheimnisse der Erde" ist die Schule eine kleine Sommer-Uni. In Klasse 6 folgt ein Computerkurs.
Und die Erfahrungen?
Im Schuljahr 2004/2005 wurde der erste Jahrgang einer LPK-Klasse 7 brandenburgweit mit den Regelklassen Klassenstufe 8 verglichen. Das Ergebnis ist gut. In fast allen Brandenburger LPK-Klassen haben die LPK-Schüler das eine Jahr aufgeholt. Ihre Leistungen sind gleichwertig. Am Helmholtz-Gymnasium war die 7A/9A die beste Mathe-Klasse aller Brandenburger LPK-Klassen, unsere hauseigene naturwissenschaftliche Klasse 8N war ein kleines bisschen besser. In Englisch war unsere Englischklasse etwas besser als die 7A/9A, doch die anderen beiden Jahrgangsklassen wurden überholt.
Und die Zufriedenheit?
Lehrkräfte unterrichten gerne in einer LPK, Schüler sind gerne in einer LPK, Eltern sind zufrieden. In den ersten drei Jahren überprüften wir schulintern die Zufriedenheit von Eltern und Schülern – auf dem Informationsabend zur neuen LPK-Klasse werden Eltern Ihnen Rede und Antwort stehen. Vier Schüler waren auf dem Auswerteseminar des Brandenburger Instituts für Unterricht, LISUM.
|